Du Schmutzfink! Müll auf dem Trail

Schon bald geht der Trubel wieder los und man trifft Dutzende von Bikern auf den Trails, welche im Winter menschenleer waren. Eigentlich gar nicht so schlecht, der Winter.. Eine solche Ruhephase bietet sowohl den Trails, als auch der Natur die nötige Regeneration – und die hartgesottenen Biker können die Wintermonate geniessen, während es sich die Warmduscher auf der Couch gemütlich machen. Win-Win.

Mit zunehmend wärmerem Wetter, trauen sich jedoch immer mehr Radler in die Höhe und die Frequenz auf den Strecken übersteigt die Kapazität. Dem Einzelnen mag es ja egal sein, aber wen es kümmert, dem treibt es Ende Jahr beim Anblick des Schadens fast die Tränen in die Augen.

Leere Dosen, Flaschen, Verpackungen und weiterer Müll liegen am Wegrand – die Rastplätze sehen aus wie der Bahnhofplatz Luzern und die Feuerstellen sind voller halbverbrannter Abfälle. Doch dies ist inzwischen leider der Normalfall und wird sich so schnell nicht ändern. Unsere lieben Rotsocken sind in dieser Hinsicht auch nicht das beste Vorbild.
Das einzig Richtige ist es, den fremden Abfall so oft wie möglich ebenfalls einzusammeln und zu entsorgen. Kostet nichts, gibt ein gutes Gewissen und motiviert manchmal auch andere Biker und Wanderer oder regt zumindest zum Denken an.

Be a good Bee!! Es geht ums Image der Biker!

Was man allerdings den Trails antut, hat nachhaltigere Konsequenzen.

Ehemalige Traumstrecken in der Gegend werden inzwischen von der Mehrheit gemieden, weil sie nahezu unfahrbar wurden. Weil sich ein paar Vollidioten Ignoranten auch bei schlechter Witterung auf diese sensiblen Trails wagten, um ihren egoistischen Trieben Befriedigung zu verschaffen, gingen Jahrhunderte alte Wanderwege wortwörtlich „Bach ab“. Löcher in der Grösse von Laufrädern, Meterhohe Rinnen und Erosion wo man hinschaut.

Leider kann man in diesen Fällen nicht einfach mit der Schulter zucken und sich wie beim Abfall denken „Dann mach ich den Scheiss vom anderen halt ebenfalls weg“. Der Schaden ist angerichtet – auch wenn man den Trail kurzfristig wieder instandstellt, wird es nach dem nächsten Regenguss und der folgenden Bremslavine genauso aussehen.

Man könnte sich jetzt an einer heiklen Stelle platzieren und jeden Sünder zur Verantwortung ziehen. Man könnte es gewissen Landbesitzer gleichtun und verdeckte Löcher in den Boden schaufeln oder Nagelbretter verstreuen. Damit es dazu nicht kommen muss, appellieren wir an euer Gewissen!

Haltet eure Trails sauber! Damit ist nicht der Abfall am Streckenrand und auf dem Rastplatz gemeint, sondern der offensichtliche Schaden, den nur Biker einem Trail antun können. Bremslöcher, Spurrinnen und steile erodierte Streckenabschnitte. Manchmal helfen ein paar kleine Tannenzweige, um das Schlimmste zu verhindern. Noch besser sind Steine oder Äste, um die empfindlichen Stellen vor den Dauerbremsern zu schützen. Grundsätzlich liegt es am Denken – Selbstgefällig oder Selbstlos? Es liegt an Dir.

 

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