E-Bikes oder Pedelecs haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Im Fahrwasser von Pionieren wie Flyer haben viele namhafte Hersteller inzwischen E-Bikes entwickelt, um diesen wachsenden Markt zu bedienen. Aber wie zuverlässig ist ein E-Bike heutzutage im Alltag? Kann man das bei einem Kurztest feststellen? 3 mal ums Haus und gut ist? Nur mit Langzeittests kann man ein Produkt mit all seinen Vor- und Nachteilen richtig einschätzen.

Ich bin jetzt zwei Jahre lang das Specialized Turbo S beinahe täglich gefahren und habe während dieser Zeit einen ziemlich guten Eindruck über die Vor- und Nachteile eines Pedelecs erhalten. Dies hier sind meine Eindrücke nach 10’000 km mit dem Specialized Turbo S.

specialized turbo s e-bike full view side

die Cityrakete

Beweggründe

Seit mehr als acht Jahren pendle ich mit dem Velo zur Arbeit. Und das bei wirklich jedem Wetter. Ich komme viel wacher bei der Arbeit an und kann mir auf dem Heimweg schön gemütlich den Kopf durchlüften und muss mich nicht mit Stau- und Unfallmeldungen und sonstigen Nebenwirkungen des Pendlerverkehrs beschäftigen. Es braucht zwischendurch schon echt Überwindung dafür, sich bei Regen oder Schnee aufs Fahrrad zu schwingen, aber schlussendlich ist das alles eine Gewohnheitssache. Und ein Lernprozess. Nach den ersten durchnässten Fahrten besorgt man sich plötzlich die passenden Jacken, Regenhosen und schlussendlich sogar Überzugschuhe. Dann bestätigt sich auch wieder der Spruch, dass es kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Bekleidung gibt. Ist wirklich so!

Wieso jetzt aber plötzlich ein E-Bike? Ganz einfach – Schwitzen. Wenn man an einem Ort ohne Duschmöglichkeit und mit diversen Steigungen auf dem Weg arbeitet, ist dies ein ganz leidiges Thema. Vor allem im Sommer kann man noch so langsam treten, man fängt nach spätestens 10 Minuten an zu schwitzen. Und hört nicht mehr damit auf. Variante 1: Ersatzkleider und Deodusche. Variante 2: Tretunterstützung. So habe ich mich für Variante 2 entschieden.

specialized turbo s e-bike akku

Der Akku ist perfekt in den Rahmen integriert. Keine störenden Riesenklötze lieblos am Rahmen angeklebt. So muss es sein.

Faszination Speed!

Vor dem Specialized Turbo bin ich schon ein paar Mal testhalber mit E-Bikes gefahren. Die Kraftunterstützung war immer nett anzufühlen, aber der will-haben Effekt war nie da. Bis ich im Bergwerk in Horw das erste Mal eine Runde mit dem Specialized Turbo drehen durfte. Mit Vollgas eine Steigung hochfahren, ohne grosse Anstrengung. Und mit 45 Sachen geradeaus. Als wärs nix. Dazu ist das Ding sehr agil und reagiert auf jede kleine Lenkbewegung. Die knapp 25 kg merkt man in dem Moment gar nicht mehr. Besonders faszinierend ist es jeweils zu sehen, wie man im dichten Feierabendverkehr vorwärts kommt. Die ganze Welt rundherum scheint sich nur noch in Zeitlupe zu bewegen, mit dem Turbo fliegt man förmlich an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbei.

Dies ist dann aber auch der erste Knackpunkt. Das Umgewöhnen von einem „normalen“ Citybike aufs Turbo braucht schon eine gewisse Zeit. Man muss die Automatismen, welche man sich über die Jahre angeeignet hat, komplett auf das neue Tempo anpassen. Höchste Konzentration ist gefordert! Viele andere Verkehrsteilnehmer (vor allem durch elektronische Spielzeuge abgelenkte Autofahrer) rechnen niemals damit, dass ein Velofahrer überhaupt so schnell unterwegs sein kann.  Und plötzlich sind alle anderen Velofahrer (auch mit Rennvelos, E-Bikes, egal womit) nur noch stehende Hindernisse auf dem Weg von A nach B.

specialized turbo s e-bike saddle

have a seat

Specialized Turbo S Aufbau

Specialized M5 Aluminium Rahmen
Superstabiler Rahmen mit integriertem Akku, der locker zum Laden entfernt werden kann. Bocksteif und sehr zuverlässig. Nicht unbedingt geeignet für jemanden, der ein fluffiges Fahrgefühl sucht. Das Turbo ist eine reine Vollgasmaschine!

Turbo_LadenRahmen

Zum Laden müsste man den Akku nicht mal entfernen. Einfach die Abdeckung öffnen und das Ladegerät anschliessen. Und damit man den Deckel nicht verliert, ist das Ding magnetisch. Sehr clever!

Formula R1s 180mm Bremsen
Formula Bremsen halt. Waren schon früh auf dem Markt, aber halt immer sehr laut. Immerhin hat die R1 eine erstaunlich gute Bremskraft, aber wie immer bei Formula mit markerschütterndem Quietschen. Ich frage mich noch immer, wer bei Specialized sich für Formula entschieden hat. Nur wegen der ReGen Funktion? Die 2016er Modelle haben jetzt Shimano XT Bremsen, da werden sich wohl noch mehrere Leute über das Hochfrequenzkreischen der Bremsen beschwert haben. Das bringt man übrigens auch nicht mit anderen Belägen weg, nur so als Hinweis.

Wie immer ganz edles Design bei Formula. Der Bremshebel ist sehr sehr angenehm.

Wie immer ganz edles Design bei Formula. Der Bremshebel ist sehr sehr angenehm.

Specialized Electrak Armadillo Reifen
Die komplette Überraschung. Ich wollte die Reifen eigentlich schon am Anfang durch Schwalbe Marathons ersetzen. Aber diese Reifen halten wirklich sensationell. Grip ohne Ende und sogar bei Nässe keine Probleme. Inzwischen liebe ich diese Reifen und würde die auch an jedem anderen Citybike montieren.

 specialized turbo s e-bike

Perfekt integriert: Akku schön im Unterrohr versteckt.

– 504 Wh Akku

Der Akku hat im Vergleich zum Vorgängermodell 1/3 mehr Leistung. Ist aber noch immer sehr knapp für viele Zwecke. Wenn man ein solches E-Bike zum Pendeln einsetzt, sollte ein Weg nicht länger als je 15km sein. Ansonsten gibts eine anstrengende Heimfahrt. Der neue Akku des 16er Modells hat 691 Wh, also nochmals knapp 40% mehr Leistung. Vielleicht reicht dies, um den Akku nicht jeden Tag nach oder sogar während der Arbeit laden zu müssen. Das Laden ist übrigens sehr komfortabel. Falls man die Möglichkeit hat, kann man das Turbo gleich den Strom hängen. Abdeckung am Rahmen wegnehmen und anschliessen. Das Abnehmen des integrierten Akkus ist übrigens auch ein Kinderspiel. Schlüssel drehen und Akku rausnehmen. Fertig. Und nach dem Laden in den Rahmen einführen und einclicken. Ist für mich bisher die beste Lösung bei integrierten Akkus.

– GoSwiss Drive 250W (700W Peak) Motor

Im Vergleich zu den meisten anderen E-Bike Motoren geht der GoSwiss Motor des Turbo S ab wie Nachbars Lumpi. Vollgas schon beim Antritt. Bis ca. 35 km/h geht das Ganze ohne grossartige Anstrengung. Einfach reintreten und los gehts. Das ist wahrscheinlich auch das Suchtpotential des Turbo S. Es schiebt einfach nach vorne, ohne dass man ins Schwitzen kommt. Ab 40 km/h sieht es dann schon anders aus, pushen ist angesagt. 45 km/h benötigt schon beherzten Einsatz. Aber wer sich längere Fahrten mit Stollenreifen auf Asphalt gewohnt ist, der schafft das ohne Probleme. Einfach mit bissel mehr Anstrengung.

Turbo_Hinterrad specialized turbo s e-bike motor

Ein Riesenmotor im Hinterrad integriert. Schön flüssige Beschleunigung ohne Ruckler.

SRAM X0 Schaltung

Gewohnt zuverlässig, X0 halt. Am Bike ist eine 1×10 Schaltung montiert, welche in jeder Situation die richtige Abstufung bietet. Auch nach 10’000 km funktioniert die Schaltung ohne Probleme. Und das sogar ohne grosse Pflege.

Turbo_XO

nach 10’000 km mit Salz und Dreck und Wasser funktioniert die Schaltung noch immer tadellos

Supernova Beleuchtung
Dieses Licht ist wirklich so hell wie ein Stern. Wenn man öfter Lichthupen erhält oder sich Fussgänger und andere Velofahrer die Augen verdecken weiss man, dass das Velolicht genügend hell ist. Die Supernova Lampen sind echt genial, man wird von allen Verkehrsteilnehmern genügend früh bemerkt und sieht auch selber immer genug, auch auf komplett dunkeln Strassen. Diese Lampen sind ein einer komplett anderen Dimension als gewöhnliche Velolichter.

Turbo_Supernova specialized turbo s e-bike

Supernova

 

She’s got the look

Das Specialized Turbo S ist für ein E-Bike ein echter Augenschmaus. Dieser Markt wird noch immer von Modellen dominiert, wo ein Standard Citybike einfach mit einem Motor erweitert wird. Deshalb sehen viele Räder auch so aus, als wären sie vom Arzt verschrieben worden. Mit Augenkrebsgarantie. Nicht so das Turbo. Dieses Rad wurde von Anfang an als E-Bike konzipiert. Der Akku ist perfekt in den Rahmen integriert, die Felgen sind auf die höheren Belastungen und das grosse Gewicht abgestimmt, ebenso die Reifen. Bei den profillosen Reifen war ich am Anfang sehr skeptisch, wie sich diese im Alltag bewähren würden – inzwischen bin ich komplett begeistert davon!

Tubo-Vorne specialized turbo s e-bike

Fahrmodi

Turbo Modus (bis 45 km/h)

Genau wegen diesem Modus kauft man sich dieses Rad. Am Anfang ist es fast surreal. Das Turbo springt förmlich nach vorne. Muss man erlebt haben. Macht brutal süchtig. Ein enormer Antritt und permanente Beschleunigung bis etwa 35 km/h. Danach muss man aber richtig in die Pedale treten, um konstant 40-45 km/h zu fahren. Wer mit motorlosen Velos auch schnell fährt, hat damit aber keine Probleme.

Eco Modus (bis 25 km/h)

Auf geraden langen Strecken ohne Ampeln und Stoppschilder ist das eine prima Möglichkeit, um Strom zu sparen. So kann man auch im Katalog irrwitzige Distanzangaben drucken. Aber schlussendlich habe ich diesen Modus bisher fast immer nur dann verwendet, wenn der Akku unter 20% fällt und automatisch auf Eco schaltet. Dann kommt der Punkt, wo man denkt, der Motor sei defekt oder man habe einen Platten. Die letzte Power fehlt einfach.

ReGen Modus (Rekuperationsmodus -> Aufladen des Akkus beim Fahren)
Darauf war ich sehr gespannt. Diese Technik gibt es schon länger bei Autos und Motorrädern, um die Bremsenergie in Power für die Batterie umzusetzen. Dieser Modus schaltet sich automatisch ein, wenn die Hinterbremse betätigt wird. Ob der Akku dabei wirklich geladen wird, ist dann ein grosses Mysterium, jedenfalls beim Bremsen. Den ReGen Modus kann man übrigens auch via Display direkt ansteuern. Wenn man längere Strecken bergab fahren muss, ist das wirklich sehr praktisch. Dieser Modus erzeugt dermassen grossen Widerstand, dass man bei Kurven nicht wie ein Irrer in die Eisen steigen muss. Aber das Bike rollt trotzdem ausreichend. Bei 25 kg merkt man sonst bergab das Gewicht des Turbo in engen Kurven sehr deutlich. Aber wie gesagt, dieser Modus macht nur Sinn, wenn man recht lange und nicht zu flache Strecken runterfährt.

specialized turbo s e-bike display

Super Funktion. Nach 9999 km schaltet das Display auf 0 und bleibt auch so. Man kann das Turbo also nach zwei Jahren als nigelnagelneu verkaufen.

Theorie vs Realität

Reichweite

Als Reichweite gibt Specialized 80 km im Eco Modus und 50 km im Turbo Modus an. Das ist etwa genau so realistisch wie die Verbrauchsangaben der Autohersteller. Vielleicht erreicht ein magersüchtiges Model diese Distanzen in Holland. Bei Rückenwind. In der Praxis habe ich bisher noch nie mehr als 32 km im Turbo Modus geschafft. Dazu ist zu sagen, dass bei einem Akkustand von weniger als 20% automatisch in den Eco Modus geschaltet wird. Dieser liegt standardmässig bei 30%, ich habe ihn aber auf 60% einstellen lassen, da ich im 30% Sparmodus noch langsamer war als mit einen normalen Citybike ohne Motor. Und das ist ja echt nicht der Sinn eines solches Vehikels.

Energierückgewinnung (ReGen)

Die Möglichkeit, den Akku beim Bremsen oder bei längeren Abfahrten wieder aufzuladen, tönt sehr praktisch. Ist aber mehr Marketinggeschwätz als eine sinnvolle Funktion. Ich habe hier mal die Probe aufs Exempel gemacht und geschaut, wie effizient die Energierückgewinnung in der Praxis funktioniert. 5 km Aufstieg mit 550hm (und diversen Pausen wegen Überhitzung), Akkuverbrauch 60%. Bei der Abfahrt hat sich der Akku wieder um gewaltige 4% gefüllt. Man müsste also 125 km und fast 14000 hm am Stück runterfahren können, um den Akku in diesem Modus komplett aufladen zu können.

Überhitzung

Ich habe anfänglich geglaubt, ich könne mit dem Turbo auch längere Steigungen überwinden – ein Trugschluss. Erstens leert sich der Akku schneller, als man auf die Anzeige schauen kann. Noch übler ist allerdings, dass der Motor nach weniger als 300hm Aufstieg überhitzt und danach seinen Dienst verweigert.  Man müsste den Motor wirklich längere Zeit abkühlen lassen, damit man nachher wieder normal weiterfahren kann. Fahren ohne Motor ist beim Turbo übrigens wirklich keine Option. Es ist nicht einfach ein kleines Bitzeli strenger, sondern die Hölle. Vor allem weil der bleischwere Motor im Hinterrad nicht sonderlich hilfreich dabei ist. Die 2016er Version des Turbo hat scheinbar grössere Kühlrippen, die diesem Problem entgegenwirken sollen. Vielleicht kann ja mal jemand die Probe aufs Exempel machen und dies testen.

Bananenprodukt oder die Crux mit der Elektronik

Ein Bananenprodukt ist ein Produkt, das beim Kunden reift. Oder anders ausgedrückt, man liefert Produkte an Kunden aus, um diese dann mittels Updates oder Austauschprogrammen in einen zuverlässigen Zustand zu bringen. Da das Speci Turbo zuvor schon 3 Jahre auf dem Markt war, hoffte ich, ein bewährtes und durchdachtes Produkt zu erhalten. Und vor allem ein sorgenfreies ohne Probleme. In 99% der Zeit macht das Turbo auch keinerlei Zicken, aber leider hat mich die Technik schon ein paar Mal komplett auf die Palme getrieben.

  • 6 x Display defekt
  • 1 x komplettes Hinterrad mit Motor ausgetauscht
  • 1 x ganzen Kabelbaum im Rahmen ersetzt
  • 1 x Ladegerät ausgetauscht.
specialized turbo s e-bike motor antrieb

Dort war mal eine Speichenaufnahme. Jetzt ein Loch. Statt der Speiche bricht die Aufnahme. Das Rad wurde dann komplett ersetzt.

Fehlerquelle Nr. 1 ist das Display. Ohne Display geht nix, das ist beim Turbo eine Art Schaltzentrale. Und das Display ist pro Jahr 3 x kaputt gegangen. Komplettausfall, Wasser im Display, rätselhafte Störungen, spontanes Wechseln in andere Fahrmodi, verschwinden der Anzeige etc etc. Die Displays wurden jeweils unkompliziert auf Garantie ersetzt. In meinen knapp zwei Jahren mit dem Turbo wurden so insgesamt 6 Displays getauscht. Solange man Garantie hat, ist das einigermassen verschmerzbar. Aber danach wird es echt teuer, wenn man im Schnitt alle 1500 km ein neues Display benötigt. In den zwei Jahren mit dem Turbo habe ich z.B. 4 x einen Reifen gewechselt und 8 Paar Bremsbeläge. Wenn man das Display öfter wechseln muss als bekannte Verschleissteile ist das echt kein gutes Zeichen.

Aktuell hat mein Display auch wieder mal keine Anzeige, aber das Velo fährt noch. Es wird langsam Zeit für Nummer 7.

Die beiden gröbsten Ausfälle bisher waren dann elementar. Es musste wegen Wackelkontakten der ganze Kabelbaum ausgetauscht werden. Zudem musste dann auch noch der ganze Motor getauscht werden, da ich nach einem Schlagloch plötzlich mehrere lose Speichen hatte. Normalerweise können dann Speichen einfach ausgetauscht werden. Nicht aber in meinem Fall. Hier ist die Verbindung von Nabe und Speiche an drei Stellen gebrochen. So gab es gleich ein komplett neues Hinterrad.

Mechanische Probleme während dieser Zeit: keine. Ausser man bezeichnet quietschende Formula Bremsen als mechanisches Problem. Das ist eher der Normalzustand bei Formula. Seit 20 Jahren.

Die Lebensader und Schaltentrale des Turbo. Damit kann man zwischen verschiedenen Einstellungen wechseln und Infos wie Tagesstrecke abrufen

Die Lebensader und Schaltentrale des Turbo. Damit kann man zwischen verschiedenen Einstellungen wechseln und Infos wie Tagesstrecke abrufen. Geht leider regelmässig kaputt.

Ich finde es eigentlich recht bedenklich, wenn ein teures Produkt, welches als zuverlässiges Pendlertransportmittel propagiert wird, noch so viele Kinderkrankheiten hat. Vor allem bei einem elementaren Teil wie der Schaltzentrale (Display). Warum ein solches Ding nicht zuverlässiger machen kann ist mir ein Rätsel. Dass dies aber kein exklusives Problem von Specialized ist, haben mir schon viele Besitzer ähnlich teurer Pedelecs von Stromer und anderen Marken zur Genüge bestätigt. Elektronikausfälle en masse, Motoren & Akkus ausgetauscht etc etc. Dass solche Austausch- und Reparaturaktionen viel Geld kosten versteht sich von selbst. Es ist mir schon klar, dass solche Fehlerquellen mit den Jahren ausgemerzt werden und die Kunden dann irgendwann mal ein problemlos funktionierendes und langlebiges Produkt erwerben können. Aktuell sind wir aber noch weit von dieser Situation entfernt. Besitzer von 45 km/h Pedelcs müssen sich glaub noch länger in Geduld üben und wohl oder übel Betatester spielen.

specialized turbo s e-bike

Komplett Alltagstauglich mit Schutzblechen, fettem Schloss. Und Töfflinummer.

Service & Support

Bei einem pannenanfälligen Produkt ist schnelles Handeln gefragt. Beim Thema Service trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Endlose Diskussionen oder schnelle Hilfe. Da ist man froh um einen super Bikeshop. Remo vom Bergwerk in Horw hat immer gleich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Turbo wieder fahrtüchtig zu machen. Danke danke danke danke!!! Deshalb: ein E-Bike immer bei eurem Händler des Vertrauens kaufen. Da werden Sie geholfen (Internetkäufer haben sicher viel Freude, das Teil 3x jährlich in der Weltgeschichte herumzuschicken).

Aber auch ein Händler ist auf einen zuverlässigen Lieferanten angewiesen. Manche Hersteller lassen die Kunden da ziemlich im Regen stehen. An dieser Stelle muss ich Specialized ein ganz grosses Kränzchen winden. Display defekt? Da wird ein neues geschickt. Kabelbaum defekt? Wird prompt geliefert. Hinterrad am Arsch? Ersatz ist auf dem Weg. Das ist der grosse Unterschied zwischen einer Bastelbude und einem grossen serviceorientierten Unternehmen mit geregelten Garantieabläufen. Sie wissen, was der Kunde erwartet und liefern. Keine Diskussionen. Dies macht das Warten eines genervten Kunden doch schon einfacher. Und wie man bei den neuen Modellen sieht, wurden schon diverse Teile verbessert (z.B. Bremsen, Motorkühlung, Akku). Ist natürlich auch in ihrem wirtschaftlichen Interesse. Wenn alle so viele Materialschäden haben wie ich, kann das in der grossen Masse der Käufer schon recht kostspielig werden. Vom Vertrauensverlust in die Technik mal ganz abgesehen.

specialized turbo s e-bike akku start power knopf

Gentlemen, start your engines. Damit erweckt man das Turbo zum Leben.

Fazit

Auch wenn in den letzten 15 Monaten das eine oder andere kleinere und grössere Problem mit dem Turbo aufgetaucht ist, überwiegen doch die Begeisterung und die Freude noch immer. Auch bei den Mountainbikes hat es Jahre gedauert, bis endlich langlebige und brauchbare Lösungen auf den Markt gekommen sind. Und heute kann man sehr gute und auch sehr zuverlässige Bikes ab Stange kaufen und sich jahrelang daran erfreuen. Bei den E-Bikes und Pedelecs wird dieser Punkt auch irgendwann erreicht sein. Wenn sich jetzt weitere grosse und erfahrene Firmen wie Shimano und Maxon an dieser Entwicklung beteiligen, weckt das grosse Hoffnung für die Zukunft dieser Technologie – und natürlich in deren Zuverlässigkeit.

Würde ich das Specialized Turbo nochmals kaufen? Vermutlich schon, auch wenn es eine Hassliebe ist. Solange das Ding fährt ist es sensationell. Und wenn nicht der komplette Frust. In der Gesamtsumme ist es aber noch immer das beste und auch schönste E-Bike. Und es macht unglaublich viel Spass!

Author: Dave

24 Kommentare:

  • Bis jetzt 1500km mit meinem 2015er Turbo X gemacht. Bis auf einen Speichenbruch keine Defekte und auch keine Überhitzung. Die Bremsen (Formula C1) quietschen aber erbärmlich. Im Öko Modus mit 30 – 40% Unterstützung liegen bei mir ca. 80km Reichweite drin. Am Berg mit grosser Unterstützung ist der Batterieverbrauch aber geradezu obszön. Würde mir das Teil wieder kaufen, es sieht einfach toll aus und macht Spass. Gruss J. Ståchlig

  • Mein Turbo war die totale Katastrophe. Nach 200 Kilometer ging nichts mehr, nach einem neuen Kabelbaum und 3 neuen Radsätzen ging das e Bike zum Entwickler nach Cham. Wartezeit ca 3 Monate. Danach lief das Turbo 1000km. Jetzt stellt der Motor gar nicht mehr ab. Fuhr ohne zu treten ca.35km/h.
    Wieder zurück zum Händler, wieder 3 Monate warten. Nach einigen Versuchen,und diversen Teile tauschen,lief das Turbo 5 km. Wieder verdeckt:-( Fazit, nie mehr specialized,nie mehr Turbo.

  • Oha, das ist aber ein Härtefall! Dave hatte ja auch grosse Probleme, aber deine Story ist ja ein No-Go schlechthin. Unser Mitleid für diese miesen Erfahrungen… Zum Glück kommen ständig neue Marken und Modelle auf den Markt.

  • Ich besitze ein Specialized Turbo S CE 2016. Im April 16 habe ich das E-Bike gekauft. Meine Erfahrungen sind bis jetzt sehr gut. Dazu muss ich aber sagen, dass ich nur bei schönem Wetter fahre. Meine Strecke ist 10 km Unterägeri Zug und dann wieder retour. Ich habe schon ein Stromer St 2 Bergauf Richtung Allenwinden überholt. Leider ist das mitgelieferte Ladegerät zu schwach. Es wird extrem heiss. Im eingebauten Zustand des Akkus funktioniert das Abschalten nach dem Ladevorgang nich richtig. Die Velolampe fangt an zu blinken, wie ein Stroboskop und die LED schaltet nicht auf grün. Der Akku wurde allerdings geladen. Jetzt habe ich das grössere Ladegerät mit Kühlrippen gekauft. Dieses funktioniert perfekt und wird nicht mehr heiss. Leider hat dieses Ladegerät nochmals 200 Franken gekostet. Ist aber viel wertiger aufgebaut und auch Lüfterlos. Bis jetzt würde ich das E-Bike wieder kaufen, Strecke Zug Lüssiweg nach Unterägeri Südhang in 20 Minuten. Akkustand nach 2 mal Unterägeri Zug retour über Allenwinden 20%. Jetzt ist der Akku aber noch neu! In einem Jahr muss ich sicher einmal Mehr laden für die gleiche Strecke.
    Für weitere Erfahrungen mit diesem Bike bin ich euch sehr dankbar.
    Gruss
    Rudi

  • Hallo zusammen. Sehr interessante Berichte, danke fur eure ehrliche Erlebnisse. Ich bin gerade am auswerten welches s-pedelec ich kaufen soll. Habe soeben das Stromer ST2s fur 2 Tage getested. War echt super v.a. konnte das bike die 45Km/h geradeaus ueber eine Strecke von 22Km halten. Das grosse Leider ist der Preis. Kein bike hat fur mein Verständnis 12k Wert, sei es noch so gut, es ist und bleibt ein bike. So komme ich zum preiswerteren Specialized Turbo S CE 2016. Wie so einige von euch die Erfahrung gemacht haben, es gibt kaum ein s-pedelec dass die Geschwindigkeit mit kleinem Aufwand des Fahrers auf 45km/h halten kann. Da ist fur mich sehr entauschend. Nächste Woche darf ich fur 2 Tage ein Turbo S CE testen. Mein Arbeitsweg ist 2 x 22Km und ich beabsichtige das pedelec taglich zu fahren bei jedem Wetter. Aber es soll die strecken mit Vollgas bewaltigen konnen. Mit dem normalen Velo mache ich die Strecke in 42 Min, 27Km/h Schnitt. Also um ein merkbarer Zeitvorteil zu haben gegenuber dem Auto, muss mein zukünftiges s-pedelec 45km/h Speed halten konnen und der Akku mit Reserve Total 50Km ohne Laden halten konnen. Was meint ihr mit eurer Erfahrung, kennt ihr allenfalls s-pedelecs welche meine hohen Anforderungen erfullen konnten?

  • Hi Juan.

    Ich selbst fahre seit dem Frühjahr das Turbo S 2016 (mit dem 692Wh Akku) und habe mittlerweile über 3000km zurückgelegt ohne irgendwelche Probleme mit dem Bike. Ich pendle damit 2x28km täglich mit rund 200hm. Je nachdem, wie viele Höhenmeter auf deinem Arbeitsweg liegen, könnte die Reichweite für deine Distanz noch gut reichen. Im Turbo Modus mit Max. Geschwindigkeit (und das aktuelle Turbo S fährt recht lange 45) reicht es bei mir nicht ganz zurück, schalte ich auf Eco Modus oder verwende die Mission Control App (diese hat zwar noch Verbesserungspotenzial und verbindet sich manchmal erst träge mit dem Bike, aber funktioniert grundsätzlich), dann reicht es, ich bin auf die 28km aber ca 4-5min langsamer. Toll finde ich, wie das Turbo mit 45 auf der Strasse liegt, da gibt es andere Bikes, mit denen man nicht so schnell fahren möchte… Der Vorteil, mit dem Turbo fahre ich fast täglich, mit dem normalen Velo habe ich das nicht gemacht. Nicht zu unterschätzen sind aber auch die Verkehrssituationen – in der Stadt bin ich nicht viel schneller als mit einem normalen Velo. Alles im Allem pendle ich mit ca 38km/h Durchschnittsgeschwindigkeit im Turbo-Modus und etw 34km/h Durchschnitt im Ecomodus, ich habe aber einen ca. 6-7km Anteil durch die Stadt…

    @Rudi: zu deinem Ladeproblem mit eingebautem Akku: Das Ladegerät anstecken, wenn es flackert dann musst du das Bike am Akku kurz ein und ausschalten, d.h. Licht um den Akkuschalter muss aus sein, die Ladeanzeige fängt dann an zu blinken und Licht leuchtet konstant. Dann lädt das Bike problemlos und ist nach Ladeende abgeschaltet. Ist der Akku an, so bleibt das Bike aktiv und die Tagfahrbeleuchtung bleibt an und zieht nach Ladeende den Akku leer..

    Specialized hat kürzlich die neuen Modelle für 2017 vorgestellt – vielleicht ist das Turbo Vado was für dich. Das neue Bike hat einen Mittelmotor und dürfte sich damit dann auch ohne Motorunterstützung besser fahren lassen als das aktuelle Modell mit dem doch recht massivem Motor im Laufrad: https://www.youtube.com/watch?v=4MmOisySj9g

    Jan

  • Ich bin momentan auch am evaluieren und könnte ein 2016 Turbo S relativ günstig erwerben. Habe auch ein Stromer ST2 gefahren und hätte auch da einen super Preis aber offen gesagt war die Fahrt auf dem Bike eine Tortur.

    Ich bin zwar nur einige Kilometer mit dem Turbo S gefahren aber hatte einen tollen Eindruck. Die Geschichte mit dem Display finde ich aber etwas beunruhigend wenn der immer in die Brüche geht. So wie ich das sehe haben sie da nicht all zu viel geändert für das 2016er. Auch das man es nicht abnehmen kann finde ich eher negativ. An meinem Flyer versuchen gewisse Leute jeweils den Display abzunehmen – kann aber nicht abgenommen werden.

    @Juan vielleicht wäre ja ein Haibike XDURO Urban S RX noch eine alternative. Ist quasi ein Rennrad mit Mittelmotor und natürlich viel leichter alst turbo, ST2 & Co. Das geht ziemlich ab – konnte es unlängst testen. Überhaupt finde ich ein Mittelmotor besser als die gewaltige Masse am Hinterrad. Ich könnte sicher warten bis das Vado kommt aber ich glaube dass das Velo wieder Kinderkrankheiten haben wird. Also lieber ein 2016er das +- ausgereift ist als ein eBike das eben auf den Markt kommt ohne Erfahrungswerte.

  • Ich habe mir kürzlich das Turbo FLR zugelegt, damit erziele ich bei meinem Gewicht (77kg) und meiner Fahrweise in der ebene Eco 30, Gefälle aus und längere Steigungen 100% , eine angenehme Balance von Geschwindigkeit und Reichweite. Ich habe den Akku bisher noch gar nicht komplett lehr gefahren und meine weitest zurück gelegte Distanz war bis jetzt 48 km bei 38% Restladung, was das betrifft bin ich sehr zufrieden.
    Jetzt bin ich am Freitag das 2016 er Turbo S probe gefahren und will es unbedingt haben, obwohl mir natürlich klar ist das ich damit nicht annähernd die Reichweite erzielen kann wie mit dem Turbo FLR, aber man kann ja damit rechnen das die Akku Entwicklung weiter voranschreiten wird und demnächst auch ein 1000*+W/h Speicher verfügbar sein dürfte.

  • @Christian
    Sicher das die Turbo Akku-Varianten noch weiterentwickelt werden da doch das Vardo Specialized’s neues Zugpferd in Sachen E-Bike ist? Und eine Leistungsstärkere Batterie ist auch schwerer.. Jedoch dürfte man die Turbos in den nächsten Monaten relativ günstig haben. Ich habe jedenfalls ein super Angebot für eins.

  • @Juan – noch ergänzend- das Langstreckenpendlerbike schlechthin ist wegen riesiger Akkuoption sowieso das Speedped, wie lange das aber 45km/h hält weiss ich nicht.
    @Danny/Christian: Ob für die Turbo Modelle mit Radnabenmotor noch Akkus mit grösserer Kapazität erscheinen werden, weiss ich nicht. Die Zukunft liegt vielleicht in optimierten Akkunutzung via App.

  • Lieber Danny, was meinst Du mit “relativ günstig” für einen Turbo Jahrgang 2016? ca. CHF 4.7k?

  • Fahre jeweils das Ur-turbo (2013) und das aktuelle Model. Beide sind bis auf die beschriebenen Display Probleme konstant und zuverlässig fast jeden Tag (abwechslungsweise) im Einsatz. Wenn ein Display keine Beleuchtung mehr zeigt oder ganz aussteigt, habe ich noch am gleichen Tag jeweils Ersatz. Ich habe also damit keinen Stress. Es ist halt auch eine Frage des Händlers, (meiner ist in Kreuzlingen) wie gut die mit solch bekannten Problemen umgehen. Das heisst, Displays haben die
    (für selber verkaufte turbos) praktisch immer an Lager.
    Ich würde mir das Turbo S sofort wieder kaufen. Die getesteten Mitbewerber konnten entweder mit dem Konzept nicht mithalten (hässliche Bosch Motoren und “angeklebte” Batterie) oder waren einfach viel zu teuer. (STROMER mit China Motor). Was schlussendlich unter dem Hintern sein soll, muss jeder selber entscheiden.

  • Hallo zusammen.
    Ich liebäugel auch seit ein paar Wochen mit dem Turbo S. Nach einer kurzen Probefahrt und Euren positiven Eindrücken steht mein Entschluss eigentlich schon fast fest: das Bike muss für die Bewältigung meines täglichen Arbeitsweges (2 x 15km) her! Vielleicht könnt Ihr meine zwei kleinen Bedenken noch ausräumen. Auf dem Hinweg liegt eine kurze, knackige Steigung, 110hm auf 800m Länge, max. knapp 20%. Die Steigung komme ich mit meinem Hardtail MTB und Rennrad so auch hoch und hoffe, dass mich das Turbo hier doch etwas unterstützen kann? Zum anderen würde ich auch einige Kilometer Wald- und Feldwege (Schotter) fahren, um nicht komplett auf die Straße ausweichen zu müssen. Dass das Turbo keine Sänfte ist, konnte ich schon feststellen (und das ist auch gut so). Könnt Ihr das S auch für diese Wege empfehlen? Leider werde ich es vor dem Kauf wohl nicht auf meiner “Hausstrecke” testen können.
    Tobias

  • Ich (m, 47, 183cm, 73kg, sportlich) fahre mein Specialized Turbo S seit März 2014 gelegentlich für den Weg zur Arbeit bei schönem Wetter (Modell 2014 mit 504Wh Akku). Die Strecke beträgt 2×38 km mit jeweils ca. 150m Höhendifferenz. Pro Weg benötige ich ziemlich genau eine Stunde, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 38 km/h ergibt. Ca. 90% der Strecke fahre ich im Eco-Modus (prog. 30% Unterstützung), für den Rest schalte ich auf 100% für die grösseren Steigungen. Nach Ankunft am Arbeitsort (Bergab) habe ich auf der Anzeige jeweils noch eine Restkapazität von 46-50%. Während der Arbeit lade ich den Akku wieder auf 100%. Nach Ankunft zu Hause (Bergauf) habe ich jeweils noch eine Restkapazität von 32-38%. Die Strecke führt über ca. 90% befestigte Strassen und 10% Kiesweg (Abkürzungen). Ich fahre das Turbo S jetzt in der dritten Saison und habe gut 3000km gemacht. Wie gesagt vorwiegend bei schönem und trockenem Wetter, bin bisher nur selten unverhofft im Regen gefahren. Eine Alterung oder Kapazitätsverlust am Akku kann ich bislang keine feststellen. Bisher habe ich keinen einzigen Defekt oder Ausfall am Turbo S gehabt. Muss aber erwähnen, dass ich sehr viel Wert auf guten Unterhalt lege d.H. ich mache regelmässig eine gründliche Reinigung, Schmierung, ggf. Einstellung der Schaltung. Das Turbo S ist ein absolut tolles Produkt und ich würde es jederzeit wieder kaufen.
    Patrik

  • Meine (63, 179 cm, 73 kg) Erfahrung mit dem seit April 2015 nur in der Freizeit und bei trockenem warmem Wetter gefahrenen Turbo S ist bezüglich Reichweite eine weit bessere: Gerade am Wochenende bin ich ziemlich genau 100 Km mit etwa 1450 Hm gefahren und hatte noch eine Restkapazität von 38 %. Ende Juli etwa 126 Km und 1200 Hm, Restkapazität 12 %. Natürlich wähle ich die Unterstützung bedarfsorientiert, d. h. in der Ebene 20 %, bei längeren Steigungen 30-40 % und nur in den steilsten Rampen volle Unterstützung. Zugute kommt mir sicher auch eine gleichmäßig hohe Trittfrequenz (80 – 90, bergauf min. 60). Seit diesem Jahr verwende ich den neuen 691 Wh Akku und den ursprünglichen (504 Wh) halte ich in Reserve für allenfalls noch etwas längere Touren. Total bin ich bislang knapp 4000 Km auf dem Turbo S gefahren. Ähnlich weit bin ich in dieser Zeit noch mit anderen Rädern (ohne e) gefahren. Meine eigene Belastung ist mit und ohne e ähnlich, nur die Geschwindigkeit ist eine andere.
    Fazit: Es kommt auch darauf an, wie die Geräte gefahren werden!

  • Mein großes Problem mit dem Turbo flr ist gerade das man garnicht voran / Kette und Pedale drehen durch….
    Musste somit heute 4km zu Fuß gehen…
    Akku geht, Display auch
    Hoch und runter schalten auch aber keine Fortbewegung möglich ?

  • Hallo zusammen
    Habe das 2016er Turbo S CE in der Rahmengrösse L seit Mai 2016 und bin nach 3700km immer noch fasziniert. Genau so habe ich mir ein S-Pedelec vorgestellt. Auch bei 190 cm Körpergröße fühle ich mich auf fem Bike wohl. Ich benutze es täglich für die Fahrt zur Arbeitsstelle, die 25 km entfernt liegt. Dabei fahre ich auf der flachen Strecke (Norddeutschland) immer im Turbo-Modus. Bei voll geladenem Accu (692Wh) schafft es das Bike nicht ganz im Turbo-Modus zurück. Das Display zeigt für die Heimfahrt ca. 46 Prozent an. Also geht es das letzte Drittel des Rückweges, wenn ich nicht zwischendurch kurz auflade, im Eco-Modus, was aber o.k. ist. Ich muss dazu sagen dass ich für meine einfache Strecke (25km) ca. 39 Minuten (inclusive Stadtverkehr) brauche. Mit dem Auto brauche ich auch schon 30 Minuten. Im Durchschniit fahre ich da ca. 38-39km/h. Es ist auch für mich als eher sportlicher Fahrer (190 cm groß, 82 kg) kein Problem auf der geraden Strecke eine Geschwindigkeit von 44km/h zu halten und es macht richtig Spaß morgens über die leeren Gemeindestrassen zu fegen. Bei 45km/h regelt das Fahrrad leider etwas abrupt ab. Aber man gewöhnt sich daran unter 45 zu bleiben.

    Hatte bislang folgende Probleme oder besser gesagt Problemchen:

    – das mitgelieferte, kleine Ladegerät wird immer ziemlich heiß und tatsächlich hat es seinen Geist nach 2 Monaten aufgegeben, Austausch kein Problem habe mir dabei aber noch das ältere, große LG zusätzlich besorgt, was nach meiner Meinung besser verarbeitet ist und nicht heiß wird.
    – Die Kette sprang gerne vorne beim Fahren im größten Gang (kleinstes Ritzel hinten) trotz der kleinen Plastikführung nach rechts vom Kettenblatt. Bei der Inspektion wurde dies bemängelt. Der Händler kannte das Problem, lächelte und stellte, fest dass das Kettenblatt verkehrtherum angebaut worden war. Nach Umbau keine Probleme mehr.
    – Nach ca. 4 Wochen Verlust der Gesamtkilometerangabe (Odo). Aufzeichnung fing wieder bei 0 an. Ist nur einmal passiert aber trotzdem ärgerlich. Bei der Inspektion wurde ein neues Update aufgespielt. Toi toi toi.
    – Bei rasanter Kurvenfahrt hatte ich schon 3-4mal Bodenkontakt mit den Pedalen. Also aufpassen.

    Ansonsten bin ich, wie schon gesagt immer noch total begeistert. Was mir bei dem Bike wirklich gut gefällt ist:

    – das durch und durch klasse Design. Es ist nicht so “hausbacken” wie das Kalkhoff Intergrade S.
    – Naben-Heckantrieb. Ohne Zusatzverschleiss an Kette,Ritzel
    – Sitzposition
    – Handling und Laufruhe (lässt sich ohne Probleme freihändisch fahren)
    – Kraftentfaltung
    – die profillosen Reifen sind klasse (Laufruhe, Dämpfung, Verschleiß)

    Ich habe den Kauf nicht bereut und würde es mir sofort wieder holen und nein ich werde nicht gesponsort.

    Will hoffen dass die Verlässlichkeit so anhält.

  • Hi Bernard. Danke für Dein ausführliches Review. Schön zu sehen, dass es auch Leute gibt, die mit dem Geschoss zufrieden den Alltag bewältigen können. Das mit den Pedalen ist ein toller Tip, da scheinbar viele bei diesen Geschwindigkeiten abfliegen und sich heftig verletzten. Tolles Feedback! Weiterhin viel Spass auf deinem Turbo!!

  • Danke Serki.
    Eines hatte ich vergessen. Die Displaybeleuchtung, die man bei Dunkelheit zwingend zum Ablesen der km/h pp. braucht, ist auch bei mir defekt. Das scheint auch ein öfter auftretendes Problem zu sein. Das Display wird jetzt beim Händler natürlich kostenfrei ersetzt. Schauen wir mal, ob sich Specialized dazu etwas einfallen lässt.

  • Toller Artikel. Habe genau die gleichen Erfahrungen mit meinem Turbo-X gemacht. Sehr gutes Bike mit hohem Spassfaktor und Displayverschleiss. Mache 5000 km pro Jahr damit und würde es nichtmehr hergeben.

    Mich stört ebenfalls, dass ab 20% Batterspeicher der niedrige ECO Modus zwingend aktiviert wird. Meist bin ich dann beinahe zuhause und muss die letzten Steigungen mit wenig Saft angehen. Wo kann man diese Einstellung anpassen?

    Jörg

  • Ich fahre seit April 16 das Turbo FLR zur Arbeit, bin jetzt 5.000km gefahren: 1x neuer Motor (Fehler E), 2x neue Displays,1x Kette und Ritzel neu, beide Bremsen neu und ein neuer Reifen. Kosten: Alles Garantie bis auf Kette, Ritzel, Reifen, Bremsbeläge und Einbau: 300 Euro…Wie lange hält bei euch die Kette/Bremsbeläge?

  • Hi bin der Geri aus Wien, 48, 85kg, 175cm groß und fahre seit 15.März 2017 ein Turbo S mit Kotflügeln und Gepäckträger. Bis jetzt hab ich damit ca. 1300 km zurückgelegt und bin sehr begeistert. Hab es gekauft um damit in die Arbeit zu radeln. Das sind bei mir 18 km in der Ebene (davon 14 km auf der Donauinsel) eine Strecke. Fahre in der Früh um 5 Uhr los daher alles im Turbo Modus. Brauche für Hin und Rückfahrt ca. 80% des Akkus. Längere Touren gehen aber auch, bin schon mal Krems – Wien (90km) mit 18% Restakku gefahren. Immer so um die 30 Kmh und 30% im Eco-Modus.
    Natürlich hates auch bei mir einige Kleinigkeiten gegeben: Vorderes Kettenblatt gedreht und gestern Display hin. Bin dann zu meinem Händler der hat das innerhalb von 5 Min getauscht gehabt! Der Batteriestopfen ist mir leider auch schon mal abhanden gekommen ;) Ach ja nach ca. 800km hat das Radl unheimlich zum Knarzen (ich weiß dafür kein anderes Wort) begonnen: Da gibt es auf der Unterseite einen Deckel dort gehören die Schrauben angezogen dann ist wieder Ruhe. Die Hintere Bremse quietscht – das ist meiner Meinung sogar hilfreich in der Stadt wegen der Fußgänger.
    Hätte da eine Frage: Weiß zufällig wer ob man auf die Go-Swiss Bedienelemente umrüsten kann? Auch hätte ich gerne die Regenerative Bremse von den Vormodellen da ich vermute dass das Display wegen des oftmaligen Umschalten in den Rege-Mode kaputt wurde. Hatte bis jetzt 2x einen Motorfehler. Beide Male ein/aus und ist wieder gefahren. Beim 2. Mal war denke ich das Display schuld – weil da war’s schon finster. Der Motorausfall war jeweils nach ca 2 km nachdem ich den Motor über das Limit gefahren hab – als versucht habe schneller als 45 zu werden. Der Händler hat zum ersten Ausfall gemeint dass der Akkukontakt mittels Stellschraube nachjustiert wird.
    Eines noch – bin mal die Eiserne Hand(richtg steil) am Kahlenberg raufgefahren und hab gemerkt dass der Motor gegen die Kette nachschlägt – gibt es da Erfahrungen bzw. Einstellungsmöglichkeiten?
    Am Wochenende fahr ich heim in die Obersteiermark – Ennstal und werd es dort mal auf richtig lange Anstiege loslassen – bin schon gespannt.
    Schone Grüsse aus Wien,
    Gerald

  • Jo, mal ein positiver, für mich negativer Beitrag!
    Hatte !!! das Turbo (ohne S) und war Megaglücklich. Spass, zuverlässig, 3 Jahre, 4025 km ohne Schaden, mit dem ersten Elektrac Reifen.
    Jeden Tag meine Baustellen abgefahren, den neuen kompatiblen 691er Akku eingebaut, 65 – 70 km Reichweite, und
    letzte Woche geklaut, an einer Baustelle.
    Ich gebs zu, kann nicht mehr ohne!! Sofort ein Neues besorgt, wird nicht mehr gebaut, gebraucht, 4 Wochen alt, Turbo S,
    aber auch für mich gibt es kein schöneres geileres bike! Turbo S ist ne Diva, wir müssen uns noch auf einer Linie treffen,
    doch das Bremsengequietsche ist bisher sehr erträglich, XT-Schaltung, grosser Akku.
    (ob der allerdings so geil ist? – einer ist kaputt, wartet auf austausch)
    Nochmal, geiles Konzept, das in zuverlässig (wie mein Altes) der Hammer, Spass pur!
    Mein anstatt Auto Werktags Baustellen abfahren, 60 km täglich, ca. 2.000 km im Jahr.
    und
    Der Nachfolger, sorry, optisch kanns (Vado) nicht das Wasser reichen, Mittelmotor, aller Verschleiss läuft über Kette und Schaltung.
    Hinterradmotor, ganz wenig Verschleiss.
    Vermisse mein Turbo, aber – wenn Du mit Akku gespart hast, heim mit vollgas bastelt Dir ein Grinsen ins Gesicht.
    Für mich das Schönste Rad derzeit und nach 3 Jahren Erfahrung!
    Lieben Gruß aus dem Taunus
    Nobbie

  • Noch eine Ergänzung!! für Kalkulatoren.
    Ich muss täglich nur ca. 15km nach Eschborn (Main-Taunus-Kreis)!
    Mit dem Auto schnellste oneway-Strecke über Autobahn, 45 Minuten.
    Mit dem Turbo geradeaus durch Feld und Flur, nur eine Kreuzung mit Ampel,
    unterwegs Brombeeren futtern, 25 Minuten!!!! 20 Minuten schneller als Auto, ohne Scheiss!
    ich liebe es
    Nobbie

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Erstellt von am 18. Februar 2016