Was ist Flow?!?

Intro zum Buch “Flow – The Psychology of Optimal Expirience”:
Vor 2300 Jahren erreichte der alte Grieche Aristoteles die Erkenntnis, dass die Menschheit mehr als alles andere Glückseeligkeit anstrebt. Während man “Freude” seiner selbst wegen sucht, sind Ziele wie Reichtum, Schönheit, Macht und Gesundheit nur wertvoll, weil man sich davon Freude und Glückseeligkeit verspricht..

Der Begriff FLOW stammt von einem anerkannten amerikanischen Psychologen mit dem unglaublich einprägsamen Namen Mihalyi Czikzentmyhalyi. Dieser hat das Wort “Flow” Mitte der 70er Jahre verwendet, um einen besonderen Bewußtseinszustand zu bezeichnen.

Das mag auf den ersten Blick etwas mystisch klingen – riecht irgendwie nach Hypnose oder transzendentaler Meditation – ist es aber nicht. Eigentlich ist Flow sogar etwas relativ alltägliches, das wir alle aus eigener Erfahrung kennen.

Was ist Flow?

Flow entsteht, wenn wir so in eine Tätigkeit vertieft sind, dass wir von ihr völlig absorbiert werden, also – wie es so schön heißt – uns selbst und die Welt um uns herum vergessen. Dies ist vor allem der Fall bei kreativer Arbeit, Spielen oder Leistungen, die hohe Anforderungen an Konzentration und Intellekt stellen.

Zu den ersten Flow-Tätigkeiten, die Gegenstand wissenschaftlicher Analysen waren, gehörten Schachspielen und Freeclimbing. Heutzutage zählt man eigentlich sämtliche Aktivitäten dazu, bei deren Ausführung alle irrelevanten Wahrnehmungen und Gedanken komplett weggefiltert werden. Die ersten Bestimmungsstücke, die für die Definition des Begriffs Flow wichtig sind, wären also eine fokussierte Aufmerksamkeit und ein Abgeschirmtsein gegenüber Ablenkungen.

Der wichtigste Punkt: Flow ist eine uneingeschränkt positive Erfahrung, die sich aus einem eigentümlichen Gemisch von Anstrengung und spielerischer Leichtigkeit, hoher Konzentration und Selbstvergessenheit zusammensetzt. Dies geht einher mit einem Gefühl von Effizienz und Können. Aus diesen Gründen nennt Herr Crzymizkczic (oder so) diese Erfahrung auch “Optimal Expirience”.

Flow-trächtige Handlungen werden deshalb gerne und oft wiederholt, und sie werden oft um ihrer selbst Willen ausgeführt.

Der Motor, der sie in einer Situation antreibt, liegt also nicht in einem später eintretenden Erfolg oder einer von außen kommenden Belohnung, sondern gewissermaßen im Ausführen der Handlung selbst. Czikzentmyhalyi, der ein ausgesprochener Freund von Wortneuschöpfungen ist, spricht in diesem Zusammenhang von “autotelischem” Verhalten (auto = selbst, Telos = das Ziel) … oder wie wir immer gerne von den alten Philosophen zitieren “Der Weg ist das Ziel”. An dieser Stelle muss wohl nicht speziell erwähnt werden, wo nun die Verbindung zum Biken zu suchen ist, oder?

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Flow entsteht, wenn Anforderungen und Fähigkeiten hoch und im Gleichgewicht sind.
Mit anderen Worten: Was “keine Kunst” ist, erzeugt auch keinen Flow.
Unter- bzw. Überforderung erzeugen Langeweile oder Angst. Wenn Fähigkeiten und
Anforderungen gering sind, kommt es zu keiner besonderen Erfahrung oder Emotion.

Das Flow-Phänomen umfasst laut dem Meister folgende Hauptkomponenten:

  • Man stößt auf eine Aufgabe, der man sich gewachsen fühlt.
  • Man ist fähig, sich auf die Handlung zu konzentrieren.
  • Diese Konzentration ist möglich, weil die Aufgabe deutliche Ziele beinhaltet… …und unmittelbare Rückmeldung liefert.
  • Man handelt mit einer tiefen, mühelosen Hingabe, die alle Sorgen und Frustrationen des Alltags ausblendet.
  • Erfreuliche Erfahrungen schaffen ein Gefühl der Kontrolle über die eigene Tätigkeit.
  • Die Sorge um das Selbst verschwindet, wobei im Anschluss ein gestärktes Selbstgefühl ihren Platz einnimmt.
  • Das Zeitgefühl ist verändert. Stunden vergehen in Minuten, Minuten können sich zu Stunden ausdehnen.

Dieses Wissen und unsere ständigen und intensiven Flow-Erlebnisse beim Biken waren ausschlaggebende Gründe, weshalb wir unsere Homepage flowzone.ch genannt haben.

Unser Glück ist unser Lebensziel und wir nähern uns dem, indem wir Biken.. ..und das wollen wir hiermit auch anderen näher bringen.

Viel Glück auf der Suche nach dem Glück.

Erstellt von Serki am 25. Februar 2006