Wir waren am Weekend wieder ziemlich tüchtig und haben uns am Samstag – mit Niederrickenbach am Tag und Rothenfluh am Abend – so ziemlich den Rest gegeben.

Samstagmorgen, 10 Uhr. Perfektes Wetter. Manuel und ich stehen am Perron des Bahnhofs Horw. Der Zug ist irgendwie vieeeel zu früh dran. Also stressen wir – missmutig von den Passagieren beobachtet – in den Zug, lösen einen Alarm aus und verzögern die Abfahrt um gute 5 Minuten. Toller Start.

Nach 2 Minuten wird klar, wir sind zu früh eingestiegen.. Guten Morgen! :D

Bahnhof Uhr Bike MTB SX

Pünktlich wie die Maurer. Morgens um 10 Uhr am Bahnhof Horw.

In Hergiswil steigen wir aus und nehmen den nächsten Zug, in den Jörg und Vale bereits in Luzern eingestiegen sind. Alles paletti. Ab ins Engelbergertal zum Rocken. Heil in Niederrickenbach angekommen, steigen wir gleich in die Bahn. Die dummen Sprüche der Wanderer ignorierend, geniessen wir die Bahnfahrt, welche uns das lästige Hinauffahren in dieser Hitze abnimmt.

Oben angekommen, finden wir nach einer kurzen Traverse den Einstieg in den Trail sehr schnell. Dass da ein Seil über den Weg gespannt ist, stimmt uns schon ein wenig nachdenklich. Wird schon gut gehen.. Vorsichtshalber warne ich den Herrn Schüssler mal vor, dass da eventuell ein Hang abgerutscht sein könnte. Man weiss bei ihm ja nie. Habe auch schon erlebt, wie er bei einem Bahnübergang frisch-fröhlich dem Zug gefolgt ist…

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The Fantastic Four. Von links nach rechts: Jörg, Manuel, Vale und James

Keine 2 Minuten später sieht man den eben erwähnten Herrn auf die Eisen steigen. Keinen Meter vor ihm fehlt nicht nur der Trail, sondern auch gleich der ganze dazugehörige Hang. Oops! Das hätte böse enden können… Also schieben wir unsere Hobel wieder auf die Strasse und suchen den nächsten Einstieg in den Trail. Die Ortsansässigen sind dabei äusserst ‚hilfreich‘. Jeder meinte: „Nein, hier gibt es keinen Wanderweg. Es führt nur die Strasse hinunter.“ Besten Dank auch, $£#@§.

canyon mtb bike

Auslaufzone. Jörg ist froh um jeden Meter :)

Nach zwei Fehlversuchen finden wir den Einstieg wieder und geniessen die technische und verwinkelte Abfahrt bis nach Dallenwil. Besonders der letzte Teil ist sowas von flowig und verspielt, dass wir – trotz der langen Strassenpassage – nochmals hoch müssen. Diesmal finden wir einen besseren Wiedereinstieg und können die ganze Fahrt bis ins Tal geniessen. Natürlich erst nach einem kurzen Stop in der Beiz, mit ein/zwei Most und einer leckeren Wurst.

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Nicht, dass wir uns das verdient hätten..

Manuel und ich verabschieden uns von den anderen zwei, die sich noch die Abfahrt auf der anderen Seite reinziehen möchten. Wir müssen uns schon langsam auf die Socken machen, denn für denselben Abend steht noch ein langer Aufstieg auf die Rothenfluh auf dem Plan.

Gegen sieben Uhr treffen wir uns vor dem Buurestübli. Vollbepackt mit Essen, Trinken und sonstigem Kram geht es langsam und gemächlich den Pilatus hoch. Schon nach kurzer Zeit wird uns allen klar: Das wird ein regelrechter Kampf, bis wir oben sind. Also Zähne zusammenbeissen und ab dafür. Nach fast 2 Stunden haben wir es geschafft! Die wunderschöne Aussicht auf der Rothenfluh ist wieder eine wahre Belohnung.

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Sherpas vom Dienst. Vollbepackt auf den Pilatus zu laufen ist kein Zuckerschlecken.

Nachdem wir uns mit Holz für die ganze Nacht eingedeckt haben und das Feuer für die erste Grillrunde brennt, beginnt der gemütliche Teil des Abends. Mit dem Lichtermeer der Leuchtenstadt unter uns und der phänomenalen Aussicht auf die Alpen und das Mittelland, öffnen wir mal die erste Flasche Wein und lassen es uns gut gehen.

So gegen drei Uhr legen wir uns noch kurz hin, mehr zur Erholung, als zum Schlafen. Der Himmel beginnt sich schon leicht aufzuhellen und man sieht, dass es ein dunstiger Morgen sein wird. Der Sonnenaufgang war leider nicht ganz so spektakulär wie beim letzten Mal (Hier der Link dazu), aber trotzdem sehr sehenswert. Es ist immer wieder ein unvergessliches Erlebnis und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal auf der Rothenfluh zur Übernachtung.

Rothenfluh Pilatus Luzern Nacht Night Lichter Musegg

Pay Day: Diese Aussicht von der Rothenfluh ist alle Mühe wert!

Der Sonntag zog erwartungsgemäss sehr schnell und unbemerkt an uns vorbei. Zuhause mal ein paar Stunden Schlaf nachholen, danach ab an den See, bloss um wieder einzunicken. Am Abend machte ich es logischerweise auch nicht mehr lange.. Dafür bin ich mit einem seeligen Grinsen im Gesicht eingeschlafen. Das wars wert!

Hier noch die Fotos vom Weekend:

Bildergalerie Rothenfluh

Bildergalerie Niederrickenbach

Vierwaldstättersee Mond Spiegelung Moonshine

Moonlight: Mein Lieblingsfoto von dieser Session. Der sichelförmige Mond, der sich im Vierwaldstättersee spiegelt.

Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

5 Kommentare:

  • wow schoene bilder…habt uebrigens die abfahrt vom aecherli verpasst…die muessen wir naechstes mal mitnehmen… ca 1000hm geilster single trail… jörg und ich habens noch mal krachen lassen hehe

  • Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir früher gegangen sind. Sonst wäre ich auf dem Weg auf die Rothenfluh wohl zusammengekracht.

    Aber ich bin sehr gerne wieder dabei. Dieses Weekend?!? :D

  • dieses weekend bin ich im grossen kanton…vielleicht eins drauf…cya

  • Ja, das wär cool.
    Unser Züriposer wird tatsächlich noch zum Innerschweizer Bikeguide :-P

  • nene…dafuer haben wir ja prinz quarkhaar aus lu hehe

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Erstellt von am 1. Juli 2008