Vergangenes Weekend hatten wir die Möglichkeit, in der sturmfreien Bude von Madam Röpons Eltern zu übernachten. Also packten wir die ganze Bande ein und fuhren für ein Weekend ins Berner Oberland.

Am Samstag planten wir einen Ausflug an einen Hausberg von Thun, wo wir mehr als positiv überrascht von den Trails waren. Mit viel Liebe und Ausdauer wurden die unzähligen Anlieger, Kicker und Drops gebaut und unterhalten. Die ungefähr 300 Höhenmeter runter nach Thun waren auf jeden Fall einen Besuch wert und hinterliessen neben einem riesigen Grinsen auch einen bleibenden Eindruck. Nette Leute überall, prächtigstes Spätsommerwetter, eine Horde Biker, flowige Trails und kühles Bier. Was will man mehr? We’ll be back!

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Herr Krusche fliegt sicher über die Kicker und gibt dabei sogar noch einen Schmollmund zum Besten

Am Samstag Abend wurde dann der Grill angeschmissen und ein paar nicht zu kleine Ross-Steaks gebraten. Ein absolut gemütlicher Abend nach einem ausgedehnten und erfüllenden Biketag. Mann mann mann.. Uns geht’s echt beschissen. Ein paar Gläschen Wein (und so) in Gesellschaft von urgemütlichen Einheimischen in der Luxushütte von Natis Eltern rundeten diesen perfekten Tag ab.

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Genau dafür sind wir hierher gekommen: Eine wunderschöne Landschaft, strahlend schönes Wetter und ein unvergesslicher Biketag.

Am Sonntag war erst mal ausschlafen und brunchen angesagt. Herr Schüssler – verzweifelt auf der Suche nach Schinkengipfeli und Senf – war schon gespannt auf den bevorstehenden Tag. Keiner von uns war zuvor in Lauterbrunnen und Umgebung mit dem Bike unterwegs und die Wegbeschreibung unseres E-Mail-Guides Tom von www.bergvelo.ch war etwas wage. Wird schon schiefgehn.

Auf dem Weg nach Lauterbrunnen wurde jedoch eines klar: Egal wohin man sich im Berner Oberland begibt, es ist einfach wunderschön. Der Lütschine entlang Richtung Lauterbrunnen kam man sich vor, wie im tiefsten Kanada. Satte grosse Wälder, imposante Berge und eine fast spürbare Ruhe zeichnen das ganze Gebiet aus. Als wir dann bei der Einfahrt in Lauterbrunnen auch noch den Staubbach-Fall entdeckten, war es um uns geschehen. Traumhaft! Doch das war erst die Spitze des Eisbergs…

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400 Meter schiesst der Staubbachfall über Lauterbrunnen in die Tiefe.

Die Bahn sorgte dann für die nächste Überraschung. Für ungefähr 12 Franken konnte man sich mit der neuen Riesengondel auf die Grütschalp befördern lassen. Von da an führte ein gemütlicher Spazierweg Richtung Winteregg. Wir hatten erst bei der zweiten Abfahrt mitbekommen, dass man sich mit der Schmalspurbahn auch auf die Winteregg oder nach Mürren befördern lassen kann. Uns tat die kurze Auffahrt nach Winteregg jedoch äusserst gut. So konnten wir auch das Panorama und die Landschaft besser auf uns einwirken lassen und die hat es wirklich in sich. Richtig saftige Alpwiesen, der imposante Anblick von Eiger, Mönch und Jungfrau und der ungetrübte Blick ins Tal waren für uns Flachländer wie Balsam auf der Seele. Life is good!

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Immer wieder witzig, wie anhänglich junge Kühe sein können. Dieses Exemplar labt sich an meinem Schweiss. Lecker.

Nach einem kleinen Intermezzo mit der lokalen Downhill-Kuh-Crew (siehe Bilder), ging’s dann auch schon los auf die Trails. Der Singletrail vom Restaurant Winteregg zurück nach Lauterbrunnen hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Mega flowig, verspielt und naturbelassen schlängelt sich der Trail relativ flach über die Hügel. Immer wieder muss man anhalten, um die wunderschöne Aussicht nicht einfach an sich vorbei ziehen zu lassen. Der Trail wechselt bald in einen etwas breiteren Wanderweg, der jedoch sehr spassig und schnell ist. Unser Jauchzen und Johlen war bestimmt bis ins Tal zu hören. Ganze 800 Höhenmeter später waren wir wieder zurück in Lauterbrunnen. Schnell zur Bahn und nochmals hoch. Diese Gelegenheit musste ausgekostet werden.

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Wir hatten schon erwartet, dass es ein schönes Weekend wird. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.

Nach der zweiten Abfahrt ging es natürlich zum obligaten Bier, wo wir das Weekend schon mal Revue passieren liessen: Wir haben fein gespiesen und getrunken, haben das Berner Oberland gerockt, haben supernette Leute und neue Orte kennengelernt, die Trails waren ein Traum, das Wetter hat mitgespielt und wir sind alle heil und glücklich wieder zuhause gelandet. Biken ist einfach geil!

Iiiuuuw. U ds bärner oberland isch gäng uuschööön.

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Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

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Erstellt von am 26. September 2007