Am letzten Augustwochenende wurde im Rahmen des iXS Swiss Downhill Cups in Verbier die Schweizer Meisterschaften ausgetragen. Die Titel sicherten sich dabei Emilie Siegenthaler und Maxime Chapuis.

Nachdem der iXS Downhill Cup nun bereits seit 2009 nicht mehr zu Gast in Verbier war, meldete sich der hochgelegene Ort nun umso eindrucksvoller zurück auf der Bildfläche des Downhillsports. Im Rahmen des dritten Laufes des Swiss Cups wurde mit den Schweizer Downhill Meisterschaften der wichtigste nationale Wettbewerb der Saison ausgetragen. Insgesamt nahmen an dem Rennen über 300 Fahrer aus 19 Nationen teil, was wieder einmal den hohen Stellenwert der Schweizer Serie unterstreicht. Seit 2003 wird unter der Flagge iXS die Rennserie organisiert und hat in der Vergangenheit schon einige international bedeutende Fahrer hervorgebracht. Die Schweizer Strecken sind schon lange weit über die Landesgrenzen hinaus als anspruchsvoll und technisch fordernd bekannt und natürlich macht hier Verbier keine Ausnahme. Perfekt präpariert empfing der 2200 Meter lange Kurs die Teilnehmer. Schon beim Track Walk am Freitag wurde klar, auch konditionell wird hier einiges gefordert, nicht zuletzt, da der Start auf 2090 Metern über dem Meeresspiegel liegt und anschließend es 550 Höhenmeter talabwärts geht, mit allem was ein Baukasten einer Downhillstrecke enthalten sollte.

ixs downhill schweizer meisterschaft 2015

Fabrice Tirefort – SDC Verbier 2015

Am Samstag wurde bereits ein erstes Kräftemessen mit dem Seeding Run ausgefahren. Emilie Siegenthaler (SUI – Pivot Factory Team) unterstrich mit der Bestzeit von 4:48.296 Minuten schon einmal ihre Favoritenrolle. In der Elite Men Klasse war es Basil Weber (SUI – Team Project), der sich mit einer Zeit von 4:06.449 Minuten und 1,5 Sekunden den letzten Startplatz am nachfolgenden Rennsonntag sicherte.

Der große Finaltag empfing bereits morgens die Teilnehmer mit perfekten Bedingungen. Blauer Himmel soweit das Auge reicht und warme Temperaturen schufen eine schöne Atmosphäre, um den wichtigsten Wettbewerbstag gebührend zu begehen. Als erste lizenzierte Klasse gingen wie gewohnt die Masters auf den Kurs und somit war auch dies die erste Entscheidung im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaft. Die schnellste Zeit sicherte sich wie schon am Vortag Luis Ribeiro (POR – Penacova DH U.D.Lorvanence), der damit Fabrica Tirefort (SUI – Verbier Bikepark) auf den zweiten Rang verwies. Somit ging der Titel des Schweizer Meisters an den Lokalmetador und Bikeparkchef. Ähnlich erfolgreich lief es dann auch in der U17 Kategorie für das Team des lokalen Veranstalters. Denn Loris Michellod (SUI – Verbier Bikepark) musste sich nur von Federico Monzoni (ITA – Smile Bike) geschlagen geben und somit ging auch in dieser Klasse die Meisterschaftsmedaille an den Fahrer aus Verbier, der im Übrigen damit auch die Gesamtwertungsführung übernimmt.

Maxime Chapuis - SDC Verbier 2015

Maxime Chapuis – SDC Verbier 2015

In der U19 Klasse war Janis Lehmann (SUI – aendus-bike-gallery.ch) aufgrund der Ergebnisse in den zurückliegenden Rennen der Serie klarer Favorit und konnte dieser Rolle einmal mehr gerecht werden. Mit über 6 Sekunden Vorsprung dominierte er seine Alterskategorie und darf sich zukünftig zu recht Schweizer Meister nennen. Als Zweiter in dieser Klasse reihte sich sein Teamkollege Constantin Ruetsch (SUI – aendus-bike-gallery.ch) ein, gefolgt von Theo Lebeau (FRA – ca peymeinade).

Eine noch größere Dominanz wurde den Zuschauern aber von Emilie Siegenthaler vorgeführt. Die Bielerin sicherte sich mit einer Zeit von 4:42.315 Minuten und unglaublichen 17 Sekunden Vorsprung den siebten Schweizer Meistertitel ihrer Karriere. Vizemeisterin wurde Carina Cappellari (SUI – Radon Magura Factory) und als Dritte platzierte sich Géraldine Fink (SUI – Biroma Racing Team).

In der Elite Men Klasse war jedoch die Verteilung der Favoriten nicht ganz so eindeutig. Nachdem in den letzten Jahren Nick Beer das Geschehen ziemlich dominierte, konnte man in diesem Jahr den Anwärterkreis etwas größer fassen. Somit war für Spannung gesorgt und bis zum Schluss war so viel Bewegung auf dem Red Bull Hot Seat, wie man es sich für so eine Meisterschaft nur wünschen konnte. Ausländische Fahrer spielten bei der Vergabe der Podiumsplätze kaum eine Rolle, denn am Ende wurde die Ergebnisliste von sechs Schweizern angeführt. Den Titel des Schweizer Meisters sicherte sich dabei etwas überraschend Maxime Chapuis (SUI – Cyclone DH Team) mit einer Zeit von 4:01.011 Minuten, der damit zwei Sekunden schneller war als der frühere siebenmalige Meister Nick Beer (SUI – Radon Magura Factory). Dritter wurde der Seeding Run Schnellste Basil Weber.

Rückblickend kann man auf jeden Fall sagen, dass es dem Schweizer Downhill Sport sehr gut tut, wenn Verbier wieder Rennen austrägt. Die Veranstaltung insgesamt und natürlich auch explizit die Strecke waren eines solchen Wettbewerbs absolut würdig und somit bleibt zu hoffen, dass auch im nächsten Jahr der Ort wieder im Rennkalender zu finden sein wird. Als letzte Station der Serie steht nun noch Bellwald am ersten Oktoberwochenende auf dem Programm.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Author: flowzone

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Erstellt von am 31. August 2015