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Die Specialized-SRAM Enduro Series ist erfolgreich in die 2014er Saison gestartet. Zum Auftaktrennen ging es nach Terlago in Italien. Über 300 Fahrer aus 12 Nationen gingen an den Start und am Ende gingen Anneke Beerten und Marco Milivinti als Sieger hervor.

Für den Großteil der Fahrer war das Städtchen Terlago noch unbekannt, schließlich gastierte die Serie hier zum ersten Mal. Umso mehr erfreuten die feinen Trails der Region: „90 % Flow“ lautete das Versprechen im Vorfeld – und genau das erwartete die Starter auch.  Der vielseitige Mix aus schnellen Flowtrails, steinigen Passagen, einigen steileren Abschnitten und kurzen Tretstücken sorgte bei Fahrern aller Könnerstufen für zufriedene Gesichter. Sicherlich trugen dazu auch die landschaftlich reizvollen Transferetappen bei – die Region rund um Terlago ist schlichtweg ein schönes Fleckchen Erde. Natürlich kamen auf dem Rundkurs mit 1500 Höhenmeter auf 40 Kilometer und fünf gezeiteten Stages (Amateur-Kategorie: 30 km und drei Stages) auch der konditionelle Anspruch nicht zu kurz.

specialized sram enduro series 2014

Anneke Beerten beim Prolog in Terlago (© Axel Brunst)

Als erste ergebnisrelevante Aufgabe stand am Samstag der XS Power Ride Prolog auf dem Programm. Auf einem Teilstück der Stage 5 mit einem zusätzlichen kurzen Uphill präsentierte sich ein etwa eineinhalb Minuten langer Kurs. Das Kernstück bildete dabei ein von vielen Zuschauern gesäumter, schneller Wegabschnitt, der einem trockenen, steinigen Bachbett glich. Als Sieger gingen Michal Prokop (CZE – Specialized Racing) und Anneke Beerten (NED – Specialized Factory Team) hervor, denen sicherlich ihre weltmeisterlichen Fourcross-Sprintqualitäten zu Gute kamen.

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Fabian Scholz (© Axel Brunst)

Während das Training und der Prolog am Samstag noch bei Sonnenschein stattfanden, setzte in der Nacht zum Sonntag konstanter Regen ein, der auch tagsüber das Wetter bestimmen sollte. Entsprechend fanden die Starter die staubtrockenen Trails vom Vortag in völlig anderem Zustand wieder: Rutschige Steinpassagen, nasse Wurzeln und schmieriger Untergrund sorgten auf allen Stages für einen deutlich gesteigerten Schwierigkeitsgrad. Auch wurde geschicktes Zeitmanagement zu einem wichtigem Faktor: Fahrer, die die Transferetappen zügig hinter sich brachten, fanden die Wertungsprüfungen trockener und weniger ausgefahren vor.

Spannendes Racing war also garantiert, zumal sich das Fahrerfeld gewohnt hochkarätig präsentierte: Zu international bekannten Namen, wie beispielsweise Anneke Beerten (NED – Specialized Factory Racing) und Michal Prokop (CZE – Specialized Racing) gesellte sich das Who-is-Who der deutschen Enduro Szene: Laura Brethauer (Cube Action Team), Antje Kramer (Giant Germany), Petrik Brückner (Radon Flow Team), Fabian Scholz, Tobias & Markus Reiser (alle Focus Trail Team) und Ludwig Döhl (Cube Action Team), um nur einige zu nennen – die Liste ist lang! Ebenso fanden sich zahlreiche einheimische Topfahrer im Startfeld, zum Beispiel Marco Milivinti (ITA – Torpado Factory Team) der nach seinem Sieg beim Auftakt der italienischen SuperEnduro Series auch in Terlago Schnellster war. Nur 25:10.65 Minuten benötigte er für die 5 Stages und damit fast 26 Sekunden weniger als der zweitplatzierte Ludwig Döhl vor Fabian Scholz. Bemerkenswert: Zwischen den Plätzen zwei bis vier lagen weniger als 0,7 Sekunden – ein Beweis für das hohe Niveau der Serie!

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Die glücklichen Gewinner vom SSES Terlago 2014 (© Axel Brunst)

Anneke Beerten mit überragendem Vorsprung

Bei den Pro Women setzte sich Favoritin Anneke Beerten mit einer Zeit von 30:41.63 und damit über einer Minute Vorsprung gegen die 16 Jahre junge Raphaela Richter (GER – Radon Factory Enduro) und Birgit Braumann (AUT – Trek Gravity Girls) durch. Schnellster Master war Benedikt Purner (AUT – O’fetzn Racing) mit einer Zeit von 26:23.89 vor Remo Heutschi (SUI – gravityunion.ch) und Guido Wachter (GER).

Die Specialized-SRAM Enduro Series geht bereits am kommenden Donnerstag in Riva am Gardasee in die zweite Runde. Knackige Trails und viele weitere Top-Athleten versprechen auch dort erstklassiges Racing – sowohl für die Teilnehmer als auch für die zahlreichen Besucher des BIKE Festivals.

Mehr Informationen rund um die Serie finden sich auf der Website enduroseries.net und natürlich auf facebook.com/enduroseries

Author: flowzone

riding passion switzerland
flowzone is all about mountain biking

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Erstellt von am 29. April 2014