Auch wenn der Wettkampf nicht ganz so spannend war, wie erwartet, war der gesamte Event dennoch eine neue Evolutionsstufe im Big Mountain Riding und die Jungs mit den grossen Eiern haben die Zuschauer ganz schön ins Staunen gebracht.

Bis zum ersten Lauf von Kurt Sorge, war die Vorangehensweise der Rider ziemlich vorsichtig. Kurt fuhr dann als Erster eine heftige Line im oberen Sektor mit einem Nohander bei einem grossen Drop. Im unteren schmiss er dann noch unerwartet einen Backflip rein und landete mit 82 Punkten auf Platz eins. In seinem ersten Lauf schaffte es kein anderer Rider, diese Marke zu knacken.

Mit einem Nohander in die Schlucht springen – sowas sieht man einfach nur bei der Rampage

Etwas enttäuschend war die Bewertung von Cam MacCauls Run, welcher mit einem stylischen und risikoreichen Lauf nur auf Platz 5 landete – zugegeben, mit ein paar Tricks hätte er sicherlich noch ein paar Plätze gutmachen können. Eine weitere Überraschung war Andreu Lacondeguy, welcher im Race-Style über die Hügel Utahs flog – mit so viel Speed und ein paar Tricks im unteren Streckenbereich konnte er sich aufs Podest retten und hielt nach dem ersten Lauf den dritten Platz inne.

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Red Bull Oakley Sender – Letztes Jahr machte Cam Zink einen 360 – Dieses Jahr waren die Rider vorsichtiger

Beim zweiten Durchlauf stürzten sehr viele der Topfahrer und keiner konnte die von Kurt Sorge gesetzte Marke knacken. Dieser lieferte bei der zweiten Abfahrt eine noch sauberere Version seines Laufs und holte mit 86 Punkten den ersten Platz, welcher weder von Darren Berrecloth (zuwenig Tricks und zu zurückhaltend) noch von Brendon Semenuk geschlagen werden konnte. Da Söderström auch nur einen Safety-Run ablieferte, konnte Semenuk den diesjährigen FMB-Titel mit nach Hause nehmen, aber das interessiert an dieser Stelle bestimmt die Wenigsten…
Antoine Bizet machte dann die Überraschung komplett. In seinem ersten Run stürzte er bereits weit oben, im zweiten Lauf fuhr er jedoch stylisch, gekonnt und actionreich in einem flüssigen Run durch und holte sich den zweiten Platz.

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Cam McCaul über die riesige Schlucht am Red Bull Rampage 2012

Hier das Resultat der Red Bull Rampage 2012:

  1. Kurt Sorge 86.76
  2. Antoine Bizet 79.00
  3. Logan Binggeli 78.50
  4. Andreu Lacondeguy 74.00
  5. Tyler McCaul 71.00
  6. James Doerfling 70.50
  7. Cam McCaul 70.00
  8. Thomas Vanderham 68.25
  9. Kyle Strait 65.75
  10. Kyle Norbraten 65.25
  11. Geoff Gulevich 65.00
  12. Wil White 64.50
  13. Nico Vink 63.50
  14. Brandon Semenuk 63.25
  15. Martin Soderstrom 63.00
  16. Ramon Hunziker 62.50

Cam Zink hatte sich beim Canyon Gap das Knie lädiert, Gee Atherton hatte Probleme mit dem Knöchel.. Schade war Cedric Gracia nicht am Start :)

 

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Oakley Sender – Red Bull Rampage 2012

Hier der Finallauf von Kurt Sorge:

Was die Jungs für Bikes fuhren, seht ihr bei Pinkbike: http://www.pinkbike.com/news/Red-Bull-Rampage-2012-Bikes-of-Rampage.html

Wer den Livestream verpasst hat, muss nicht traurig sein. Das ganze Spektakel ist auf Red Bull gratis anzuschauen: Red Bull Rampage 2012 Livestream

Wem das alles zu lange geht, hier die Highlights zusammengefasst:

Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

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Erstellt von am 8. Oktober 2012