Wir waren die letzten beiden Wochenenden wieder mal im Berner Oberland und haben uns der Schönheit des Lauterbrunnentals hingegeben.

Wer schon mal mit dem Zug oder Auto in Lauterbrunnen eingefahren ist, weiss wovon ich schreibe. Es ist einfach ein einmaliger Anblick, den man nicht vergisst. Nicht umsonst wurde J. R. R. Tolkien davon inspiriert, als er Bruchtal erfand. Hohe, steile Felswände auf beiden Seiten und ein riesiger Wasserfall, welcher sich quasi über dem Dorf ergiesst.

Das Tal der 72 Wasserfälle ist jedoch das Ziel der vielen Basejumper, die sich die 400 Meter steilen Wände hinunterstürzen. Uns interessieren vielmehr die Berge. Von der Grütschalp, welche man mit der Luftseilbahn Lauterbrunnen-Mürren erreicht, führt ein anfangs sehr flowiger, später ein eher steiler, enger und verwundener Trail zurück nach Lauterbrunnen. Uns spricht der Bergwanderweg von der Winteregg nach Lauterbrunnen viel mehr an und seit er ‚wiederaufbereitet‘ wurde, ist er auch wesentlich flowiger zu fahren. Nichts für Hardtails, wohlgemerkt. Aber es braucht auch nicht zwingend 20 Zentimeter. Jeder kommt runter und jeder spürt danach seine Arme.

Nach vier Uhr nehmen wir meistens die Bahn auf die kleine Scheidegg und warten oben bei einem kühlen Bierchen bis die letzten Wanderer oben ankommen. Das Warten fällt einem beim Anblick von Eiger, Mönch und Jungfrau aus dieser Nähe äusserst leicht. Auch wenn das angenehme Klima und die Szenerie auf der Kleinen Scheidegg zu einem weiteren kühlen Blonden verleiten, verkneifen wir es uns diesmal, denn die Abfahrt ist lang und verlangt doch noch einiges ab.

Der Start führt über eine ewig lange Wiese und der Trail ist ständig im Blick. Die hohen Seiten des 30 Zentimeter breiten Trails fordern absolute Aufmerksamkeit und Kontrolle. Nach einer kurzen Schiebepassage geht es dann auf steinigem Untergrund weiter. Kaum losgefahren beginnt es zu Blitzen, Donnern und Regnen. Unendlich viele kleine und grosse Steinbrocken, lose, feucht und glitschig. Zum Glück haben wir unsere Schlechtwetterreifen aufgezogen.

Zum Glück dauert der Regen nur sehr kurz an und wir haben sogar noch besseren Grip als zuvor. Nach einem kurzen Uphill zur Wengernalp, geht es spassig und schnell Richtung Wengen weiter. Der Trail ist eine wahre Spielwiese. Lauter kleine Sprünge, Absätze und natürliche Anlieger pflastern den Weg. Viel zu schnell kommt man in Wengen an, wo ein äusserst spassiger Kiesweg den Abschluss der 1300 Höhenmeter bildet.


Lauter Brunnen von darkie auf MTB-News.de

Riders Madam, Mänu, Serki, Chrigu
Camera Serki
Editing Serki
Sound 3 doors down – citizen soldiers
Dream Theater – The Big Medley

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Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

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Erstellt von am 19. Juli 2011