Wenn man sich erstmal entschieden hat, ob man mit komplett geschützten Beinen unterwegs sein will und deshalb das Mehrgewicht und das grössere Packvolumen eines kombinierten Knie-/Schienbeinschoners auf sich nimmt oder ob der kleine und kompakte Knieschoner ausreicht, ist es leider noch nicht zu Ende mit der Wahl der passenden Schoner. Viele Marken bieten seit ein paar Jahren reine Knieschoner an. Ursprünglich für die Park-Fahrer gedacht, welche auf den präparierten Pisten weniger von den Pedalen rutschen und mit dem Vorderrad auch weniger Geröll in die Schienbeine katapultieren. Inzwischen haben sie sich die Knieschoner aber auch bei den Enduristen und Touren-Fahrern eingenistet, denen die Vorzüge wie geringe Hitzeentwicklung, Packmass und Gewicht wichtig sind.

Wir haben die Produkte von einem der grössten und renomiertesten Hersteller unter die Lupe genommen und berichten euch über die Vor- und Nachteile des ION K_Cap Knieschoners ohne Schienbeinschutz.

Verarbeitung

Wie von ION gewohnt ist die Fertigungsqualität auf sehr hohem Niveau und die Funktionalität mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Zugegeben, günstig sind die Produkte von ION nicht, aber man bekommt etwas für sein Geld: Hochwertige Materialien, Verarbeitung und exklusive Features, welche mit viel Entwicklungsaufwand verbunden sind. Das kann schnell den Unterschied ausmachen zwischen bequem und nützlich oder schmerzhaft und mühsam.

Funktionalität

Dank der offenen Bauform ist der Schoner schnell angelegt. Da der Schoner komplett geöffnet werden kann, erfolgt das Anziehen ohne Schlüpferei und die Schuhe können getrost angezogen bleiben. Zwei Klettbänder sowie ein mit einem Haken eingehängtes Gurtband fixieren den Schoner sehr rasch und einfach am Knie, ohne jegliche Fummelei.

Der Schoner sitzt sofort gut und fest am Bein. Steht man mit geradem Bein, so spürt man wie der Schoner durch seine vorgeformte Passform oberhalb des Knies leicht in den Oberschenkel drückt. Doch sobald das Bein auch nur ein wenig angewinkelt ist, merkt man davon nichts mehr und der Schoner sitzt wie angegossen. Fantastisch, er rutscht keinen Millimeter und schränkt die Bewegungsfreiheit in keiner Weise ein.

Tragekomfort

Auf dem Bike nimmt man den Schoner kaum noch wahr, obwohl er hauptsächlich für Downhilleinsatz konzipiert wurde, sitzt er auch im Enduroeinsatz sowohl bei kurzen als auch bei längeren Uphills gut und fest. Dank der recht massiven Bauweise ist das Gewicht nicht gerade niedrig und die Durchlüftung ist – wie auch für ähnliche Schoner dieser Bauform aus diesem Material typisch – leider nur mässig und an warmen Tagen schwitzt man schon ziemlich, in der kalten Jahreszeit wird sich das dann aber bestimmt ändern.

Technische Aspekte

Grind_Cap: Eine abnehmbare Plastik-Kappe, welche bei Stürzen das Sliden auf dem Boden erleichtern soll. Eher etwas für die Dirter unter uns. Der eingebaute Schutz mit dem verhärtenden Material reicht in der Regel völlig aus.

Sanitized: Mit Zink-Salz für eine antibakterielle Wirkung und gegen schlechte Gerüche.

Tectonic_Fit: Mehrfach ausgezeichnet, bietet die abgekoppelte Bewegung der Knie- und Befestigungs-Zonen auch beim Hochfahren ein angenehmes Gefühl und verhindert ein Verrutschen des Schoners.

Praxistest

In unserem Einsatz musste sich der Schoner auch bei einem Sturz auf das Knie beweisen und funktionierte tadellos – das Knie überstand den Einschlag ohne jegliche Spuren. Somit ist wohl die wichtigste Funktion des Schoners mehr als gewährleistet – was man bei gewissen Konkurrenzprodukten leider nicht behaupten kann (rutschende Schoner, ungenügender Schutz oder einfach schlechte Verarbeitung sind keine Seltenheit)

Fazit

Der Ion K_Cap ist ein solider Knieschoner, den man für den Downhill und Enduroeinsatz uneingeschränkt empfehlen kann. Der Schoner ist kein Leichtgewicht, sorgt aber für überdurchschnittlich guten Schutz des Knies. Einzig die Belüftung könnt etwas besser sein. Wer sein Schienbein ebenfalls geschützt wissen will, greift zum grösseren Bruder, dem K_Cap_Select, welcher die gleichen Features bietet.

www.ion-products.com

Die technischen Hintergründe und noch mehr Infos zu den K_Cap Schonern gibt es hier

Author: jan

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Erstellt von am 26. Juli 2015