Als ich vor wenigen Wochen am Gurten einen Faceplant hingelegt habe, kam für mich wieder mal der Zeitpunkt, einen neuen Downhillhelm auszusuchen. Der alte Helm (SixSixOne) war zwar noch ganz okay, aber hatte schon ein paar kleinere Stürze und einige Jahre auf dem Buckel.

Ich fand, es war mal an der Zeit, einen etwas hochwertigeren Integralhelm zu kaufen und keine Kompromisse einzugehen, zumal ich seit dem Besitz eines Demo 8 viel öfter im Bikepark anzutreffen bin.

Wie immer, suchte ich natürlich zuerst mal im Netz nach den angesagtesten Marken und stiess bei vielen Reviews immer wieder auf folgendes Fazit: Es sollte entweder ein Troy Lee, ein Fox oder ein Specialized Helm werden, da diese bei sämtlichen Tests am Besten abgeschnitten hatten und sowohl technisch, als auch qualitativ eine solide Gattung machen.Specialized Dissident Karbon Downhill Helm

Troy Lee war mir rein vom Design her nicht sonderlich symphatisch, also habe ich mich mal bei Fox und Specialized umgesehen. Wie üblich bei Kleidungsstücken und Protektoren, ist die Frage der Grösse sehr entscheidend. Mein Bikeshop des Vertrauens (Bergwerk.ch in Horw) machte mir das Angebot, dass ich einen der Specialized Helme bestellen und ausprobieren könne. Also bestellte ich mir den Specialized Dissident in der Karbonversion.

Specialized Dissident Karbon Downhill Helm

Der Helm hat mich ganz schön überrascht, sonst würde ich kaum hier sitzen und einen Bericht darüber erfassen. Klar ist ein Produkt mit einem Verkaufspreis von CHF 500.- einem Günstighelm von CHF 200.- überlegen. Hoffentlich auch.. Dennoch gibt es einige Aspekte, welche eine solche Investition gerechtfertigen. Schliesslich will man sich ja schützen und nicht so tun als ob.

Der SixSixOne Helm ist gefühlsmässig eher eine Vollschalen-Version eines normalen Bikehelms, der Dissident hingegen eher eine extrem-leicht Version eines Motocrosshelms. Den Unterschied merkt man, sobald man beide in den Händen hält. Wenn man sie anzieht, werden die Unterschiede noch deutlicher – der Dissident sitzt bombenfest, ist äusserst angenehm gepolstert und belüftet. Die Polsterung lässt sich komplett entfernen und waschen, was man spätestens nach einer heissen Sommersaison zu schätzen weiss.

Specialized Dissident Karbon Downhill Helm

Die Qualitäten eines Helmes, kann man jedoch nicht rein äusserlich erfassen. Wenn man das Produkt in den Händen hält, werden einem die Unterschiede aber klar. Verarbeitung, Design, hochwertige Materialien und zusätzliche Features, welche man normalerweise nur bei teuren Motorradhelmen findet, verdeutlichen den Unterschied und schaffen Vertrauen.

Sogar die Tasche, in welcher der Helm geliefert wurde ist hochwertig, auch wenn das kein grundsätzliches Kriterium ist – einen fast 600 fränkigen Helm will man schliesslich auch etwas besser schützen, zumindest am Anfang.

Specialized Dissident Helmet Bag Helm Tasche

Sogar die Tasche kommt hochwertig daher…

Hier noch einige technische Infos zum Helm

  • Erfüllt die CE Sicherheits-Norm für Fahrradhelme (für MTB-Helme im Downhill-Rennsport)
  • Darauf ausgelegt, DH-Worldcup-Profis und Extrem-Freerider wirkungsvoll zu schützen
  • Leichte Karbon-Matrix-Helmschale – Gewicht: 1000 Gramm
  • 4th Dimension-Lüftungssystem
  • Kompatibel mit dem Helmet EJECT™-System
  • Leatt™ Brace-kompatibel
  • Ohrhörer-kompatibel (Da muss ich widersprechen, dafür sehe ich keinen Platz)

Besonders schick finde ich an diesen Funktionen das EJECT-System, welche es den Sanitätern bei einem Unfall ermöglichen, den Helm ohne jeglichen Druck auf das Genick und die Wirbelsäule zu entfernen. Nice, auch wenn ich davon nicht unbedingt Gebrauch machen möchte!

Nächster Schritt: Neck-Brace.

Bikeshop: www.bergwerk.ch

Hersteller: www.specialized.com

 

Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

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Erstellt von am 8. Mai 2013