Chain Reaction 5 - Worldwide

75 Minuten Hardcore Mountain Biking wird einem auf dem Cover von Chain Reaction 5 versprochen. 8- und 16mm Aufnahmen aus Japan, Russland, Australien, Europa, Kanada und den Staaten. Nice! Da wird die Scheibe schon mit Vorfreude reingeschoben. Nun ja, gelogen war’s nicht, aber es wurden ganz klar falsche Hoffnungen geschürt.

Der grösste Teil der Szenen sind in besserer DigiCam-Qualität und nicht besonders gut bearbeitet. Es ist nicht schlimm, aber es verdient den Titel „16-Millimeter-Film“ nicht. Die Aufnahmen mit der teureren Technik stechen aber auch besonders hervor und wirken einerseits sehr professionell und andererseits etwas eingepflanzt.

Der Inhalt besteht aus mehreren Kapiteln, die den jeweiligen Ridern gewidmet wurden. Da sie jedoch an den meisten Spots gemeinsam unterwegs waren, wiederholen sich viele Szenen bei den nachfolgenden Fahrern. Für Abwechslung ist also gesorgt, jedoch auch für Verwirrung. Abgesehen vom Sound war’s das aber auch schon mit negativer Kritik.

Den Startschuss gibt Aaron Chase mit wieder mal hammermässiger Streetaction. Er hat defintiv seinen eigenen Style und einen schönen Flow beim Fahren, der alles spielend leicht erscheinen lässt. Das zeichnet einen Profi aus. Leider kommt die Action nicht an seine aktuellen Performances heran, da das Ausgangsmaterial mehrheitlich aus 2003 stammt. Später im Film sieht man Aaron sogar noch in voller Downhill-Ausrüstung, was ja nun wirklich ein seltenes Bild ist.

Lars Tribus, 2003 Masters World Champion, läutet den nächsten Teil des Streifens ein und er ist nicht nur extrem schnell und stylisch, sondern auch wirklich halsbrecherisch unterwegs. Als man Hardcore versprach, dachte man bestimmt an Lars. Ein Typ halt, der in seinem Backyard mit nem Mini-Bike Backflips übt.

Der Link Jam ist einer jener Parts, der hauptsächlich auf 16-Millimeter gebannt wurde und das ist deutlich zu erkennen. Sogar der Soundtrack ist mehr als bloss erträglich. Die Action besteht aus Dirtjumps mit Eric Porter, Aaron Chase, Cam Zink, Kirt Voreis, Kyle Strait, Shaums March. Ziemlich krasse Truppe mit absolut erstklassiger Aufführung.

In den nächsten Kapiteln werden Kyle Ebbett, Eric Porter und Cam McCaul näher vorgestellt. Wie erwähnt, wiederholen sich hier viele Moves und Spots, die von Chase bereits gezeigt wurden. Trotzdem sehr sehenswerte Rider mit eigenem Style. Zu sehen sind hauptsächlich Woodward und auf der ganzen Welt verteilte Dirt und Street-Spots. Diese Aufnahmen sind ganz klar während der Produktion des Match Videozines entstanden, welches auch von DH-Productions gemacht wird.

Das Highlight des Films stellt meiner Ansicht nach die Sektion mit Jeff Lenosky dar. Unglaublich flowig, stylisch und innovativ und trotzt seines Alters noch immer vorne mit dabei. Einfach sensationell dieser Typ!

Den Abschluss bieten diverse Events wie das US Open, Red Bull Bike Battle und einige DH- und 4-Cross-Rennen. Vorallem letztere Szenen sind sehenswert und wirklich gut produziert.

Highlights: April Lawyer und Tara Llanes bei der Quick Chix-Sektion. „Von Williams“, einer der meistunterschätzten Fahrer, mit Ziegenbärtchen und neuen Skills. Jeff Lenosky.

Downsides: Bis auf ein paar Ausnahmen, der Sound natürlich. Man bekommt das Gefühl, das etwas viel in den Film reingepackt wurde, wirkt einfach überladen. Die meisten Aufnahmen sind inzwischen schon etwas älter.

Author: Serki

Leidenschaftlicher Mountain Biker seit 1995.
Baujahr: 1975 | Länge: 187 cm | Breite: 90 Kg
Bikes: Banshee Spitfire, Santa Cruz Chameleon, Specialized Demo

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Erstellt von am 11. Oktober 2007